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Aus für Vattenfall-Lesetage in Hamburg

03.10.2013
Header der Lesetage 2013

15 mal konnten in Hamburg die Vattenfall-Lesetage stattfinden, zuletzt im April 2013 unter dem Motto „Das erste Mal. Küssen, Fliegen, Siegen und andere Debüts“. Nun hat der Energiekonzern sein Engagement für das Hamburger Literatur- und Lesefestival beendet. „Beispielhaft wenig Firmenwerbung, (…) aber beispielhaft viel Kulturtransfer zu ihrem Publikum, als auch zu den eigenen Mitarbeitern, die diese Lesetage zu ihrer ganz eigenen Sache gemacht haben“: das hatte Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler der Firma in ihrem letzten Grußwort attestiert. Nun erklärte sie ihr Bedauern über das Aus. Ohne Sponsor kann die Hamburger Kulturbehörde das Festival nicht finanzieren.

Zu den etwa 100 Veranstaltungen des Festivals waren in diesem Jahr rund 12.000 Besucher gekommen: Beweis genug dafür, dass das renommierte Festival eine beachtenswerte Bedeutung im Literaturleben der Hansestadt gespielt hat. Allerdings gab es auch Kritikerinnen und Kritiker, die die Literaturförderung durch ein Energieunternehmen skeptisch sahen und sie zur öffentlichen Aufgabe erklärten – darunter eine Initiative „Lesetage selbermachen – Vattenfall Tschüss sagen“. Unter dem Motto „Lesen ohne Atomstrom“ hatten außerdem prominente Autorinnen und Autoren gegen das privat finanzierte Kultur-Event protestiert.

Enthalten in

Region: Hamburg | Sparte: Literatur/ Lesen | Thema: Altersübergreifend, Außerschulische Kinder- und Jugendbildung, Erwachsenenbildung, Seniorenbildung | Textsorte: Meldung |