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Call for Papers: Mobile Music in the Making 2017

15.06.2016

Smartphones und Tablets sind aus dem musikalischen Alltag nicht mehr wegzudenken: wir hören Musik, erstellen eigene Songlisten, schauen Musikvideos, nutzen Stimmgeräte-Apps als Hilfsmittel, komponieren oder musizieren auf Apps als Ensemble oder Band uvm. Der Diskurs um die Einbeziehung von Apps in Lernsettings reicht von einer Heraufbeschwörung eines Wundermittels gegen musikpädagogische Probleme bis hin zu bewahrpädagogischen Verzichtserklärungen, die sich im Verbot der Mobilgeräte im Unterricht widerspiegeln. Insgesamt steht eine umfangreiche musikpädagogische Aufarbeitung jenes rasant weiterentwickelnden Themas bislang aus. Ungeklärt sind etwa Fragen, welche musikpädagogischen Chancen und Herausforderungen das Arbeiten mit Smartphones und Tablets für die Kulturelle Bildung bietet oder was das Besondere einer Vermittlungspraxis mit Technologien sein kann. Längst hat sich eine Praxis des Musikmachens mit Apps etabliert. Neben etablierten Künstler*innen wie Björk (2011), Muse (2012) etc. nutzen immer mehr Musiker*innen Musikapps, um sich künstlerisch zu artikulieren. Möglich wird das durch mehrere tausend Musikapps, die musikalische und musikbezogene Kontexte auf unterschiedliche Weise durchdringen, ob als Unterstützung, Ergänzung oder als Mittelpunkt der Praxis. Somit ist auch zu fragen, welche Perspektiven Künstler*innen und Appentwickler*innen auf das Phänomen appbasierter Musik richten.

Mit der internationalen Fachtagung „Mobile Music in the Making 2017“, die am 10. und 11. April 2017 in Berlin stattfindet, soll eine Austauschplattform geschaffen werden, die Akteur*innen verschiedener Kontexte zusammenbringt und auf der sich jene über Perspektiven musikalisch-kultureller Bildung und Kunst mit mobilen Technologien im Jahr 2017 austauschen. Das Ziel der Tagung ist damit eine erste intensivere, interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Thema musikalischer Bildung und Apps sowie Kontexten musikalischer Praxis mit Apps.

Call for Papers

Auf der Tagung soll die Möglichkeit bestehen,

  • 1. in Vorträgen (40 min) oder als Posterpräsentation den Gegenstand aus verschiedenen Perspektiven (Forschung, Diskurse, pädagogischer Praxis oder Technikentwicklung) zu beleuchten sowie Diskussionsrunden anzubieten, in denen Methoden und Hardware vorgestellt und mit den Tagungsteilnehem*innen diskutiert werden. Ebenso wird
  • 2. die Gelegenheit geboten, dass Pädagog*innen aus Musik-AGs oder Teilnehmer*innen des Zertifikatskurses tAPP etc. öffentlich Ausschnitte ihrer Praxis präsentieren und Künstler*innen und Entwickler*innen Einblicke in ihre Beschäftigung mit Apps geben.

Die Ausschreibung richtet sich sowohl an Pädagog*innen und Musikvermittler*innen innerhalb der Kulturellen Bildung, die Erfahrungen aus Projekten mit mobilen Devices haben, Wissenschaftler_innen aus der Schnittstelle zwischen Musik- und Medienpädagogik, als auch Appmusiker*innen und -Entwickler*innen.

Bewerbungen mit einem aussagekräftigen Titel, einem kurzen Abstract (800 Zeichen) sowie 5 Keywords in Deutsch oder Englisch können bis zum 06. November 2016 unter forschungsstelle@appmusik.de eingereicht werden.

Informationen im Überblick

  • Termin: 10. bis 11. April 2017
  • Ort: Universität der Künste Berlin (UdK Berlin)

Veranstalter ist die Forschungsstelle Appmusik (FAM), die sich seit 2014 im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes Touch:Music mit der Bundesakademie Wolfenbüttel eine Weiterbildung zum Thema Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung entwickelt hat.

Enthalten in

Region: Berlin | Sparte: Interdisziplinär, Medien, Musik | Thema: Altersübergreifend | Textsorte: Ausschreibungen |