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Das Neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt. Ein Projekt des Deutschen Hygiene Museums

18.02.2014

Am 8. März 2014 wird im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden die Ausstellung „Das Neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“ eröffnet. Sie ist Bestandteil eines aus Ausstellung, Publikation, Veranstaltungen und Bildungsprogramm bestehenden Projekts. Migration ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheit. Im Zentrum der Ausstellung steht jedoch keine umfassende kultur-oder sozialgeschichtliche Bestandsaufnahme der globalen Migrationsprozesse, sondern vielmehr eine bewusste Engführung auf die Situation in Deutschland. Wie wollen wir in diesem Land, das schon seit Jahrzehnten zu einer Einwanderungsgesellschaft geworden ist, künftig zusammen leben? Wie und wohin wird sich dieses Gemeinwesen weiter entwickeln, in dem mittlerweile rund 20 Prozent der Bevölkerung auf eine Migrationsgeschichte zurückblicken?

Ausstellung
Im Rahmen der Ausstellung wird das Thema „Migration“ aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Zahlreiche, auch vertraute Aspekt werden in einem neuen Arrangement präsentiert. Es geht ihr um sachliche Aufklärung, um Informationsvermittlung und um eine Kultur des genauen Hinsehens. Das szenografische und kuratorische Leitmotiv ist dabei die Stadt. Denn nach einer These des britisch-kanadischen Autors Doug Saunders ist die Stadtein Ort der Ankunft, der als eine Kontaktzone zwischen Mobilen und Sesshaften fungiert. In diesem Sinne nutzt die Ausstellung die Stadtmetapher als ein Experimentierfeld für Gesellschaft insgesamt.

Publikation
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation. Es handelt sich um ein Lesebuch mit Beiträgen von Lale Akgün, Aleida Assmann, Elisabeth Beck-Gernsheim, Deniz Göktürk, Alfred Grosser, Wolfgang Kaschuba, Margot Käßmann, Claus Leggewie, Konrad Paul Liessmann, Thomas Macho, José Francisco Oliver, Jochen Oltmer, Emine Sevgi Özdamar, Khuê Pham, Heribert Prantl, Ilma Rakusa, Doug Saunders, Werner Schiffauer, Yoko Tawada, Mark Terkessidis, Özlem Topçu, Haci Halil Uslucan, Barbara Vinken, Feridun Zaimoğlu, u.v.a.

„Das Neue Deutschland. Von Migration und Vielfalt“, herausgegeben von Özkan Ezli und Gisela Staupe, Konstanz University Press, 2014, 250 Seiten, mit einem Fotoessay von OSTKREUZ Agentur der Fotografen 19,90 € im Museumsshop, 24,90 € im Buchhandel

Anlässlich der neuen Sonderausstellung findet am 7. März 2014 um 11 Uhr eine Pressekonferenz im Galerie-Geschoss des Deutschen Hygiene-Museums statt. Es sprechen:

  • Prof. Klaus Vogel, Direktor desDeutschen Hygiene-Museums; Gesamtleitung der Ausstellung
  • Gisela Staupe, Stellvertretende Direktorin des Deutschen Hygiene-Museums; Gesamtleitung der Ausstellung; Mitherausgeberin der Begleitpublikation
  • Dr. Özkan Ezli, Excellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Migration“ der Universität Konstanz; Mitherausgeber der Begleitpublikation
  • Dr. Susanne Illmer, Leiterin der Abt. Veranstaltungen am DHMD
  • Dr. Carola Rupprecht, Leiterin der Abt. Bildung und Vermittlung am DHM

Außerdem wir als Vertreter des wissenschaftlichen Beraterkreises Prof. Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück anwesend sein. Im Anschluss findet ein Ausstellungsrundgang statt. Um Anmeldung wird bis zum 3. März 2014 unter presse@dhmd.de gebeten.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum umfangreichen Begleitprogramm finden Sie hier.

Enthalten in

Region: Sachsen | Sparte: Interdisziplinär, Literatur/ Lesen, Museum | Thema: Altersübergreifend | Textsorte: Veranstaltungshinweis |