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Die Grundschule der Künste an der UdK Berlin

03.04.2013
Kulturelle Bildung ist groß geschrieben an der UdK Berlin

Unter dem Dach der Universität der Künste Berlin (UdK) entsteht ein besonderer Ort für die künstlerische Lehrerbildung. Ende April startet an der UdK Berlin die „Grundschule der Künste“: Eine Schulklasse besucht  die Hochschule und wird in einigen der Ateliers in der Hardenbergstraße gemeinsam mit den Studierenden, mit Professoren sowie natürlich mit ihren Lehrern in die Arbeit der Künstler eintauchen und selbst mitmachen. Mit diesem Auftakt beginnt ein Projekt, das im Oktober vergangenen Jahres von der neu berufenen Professorin Kirsten Winderlich aufbauend auf die Arbeit ihrer Vorgängerin, Prof. Gundel Mattenklott, entwickelt wurde. Das Projekt „Grundschule der Künste“ versteht sich als ein Bildungs- und Lernort zwischen Schule und Hochschule, an dem Kunst- und Musikstudierende und Lehrende gemeinsam mit Kindern und deren Lehrerinnen und Lehrern entdecken und erforschen, wie Bildung durch die Künste gelingen kann.

Das Neue an der „Grundschule der Künste“ ist, neben der Verzahnung von Studium, Weiterbildung und schulbezogenen Projekten, dass sie den „Raum als Lehrer“ einsetzen will und damit sein informelles Bildungspotenzial nutzt. Neben der Atmosphäre, die eine große Bedeutung für das Lernen hat, sollen die Räume der Grundschule der Künste vielfältige ästhetische Bildungsimpulse geben: zu Bewegung, zu Spiel oder zu experimentellem Umgang mit Material anregen, Plätze zum Aufführen, Präsentieren und Ausstellen anbieten und Orte integrieren, an denen eine intensive und kontemplative Auseinandersetzung mit eigenen Themen und Fragestellungen möglich ist. Über diesen Kern hinaus suchen Lehrende wie Studierende nach neuen Orten, die eine Bildung durch die Künste ermöglichen. Sie tun dies innerhalb der UdK Berlin, in den benachbarten Kulturinstitutionen, in der Stadt und in den Schulen selbst. Die Grundschule der Künste wird ihren Heimatort in der Bundesallee demnach immer wieder verlassen und wandern, zum Beispiel in die Werkstätten, Ateliers und Studios der UdK Berlin, und sich auf diese Weise erweitern und vermitteln – eben Schule denken und machen.

Die Dozenten kommen aus allen Kunstrichtungen. So bieten etwa die Komponistin Iris ter Schiphorst und der Musikpädagoge und Instrumentenbauer Stefan Roszak „Experimentelles Komponieren mit Kindern“ an, oder Kirsten Winderlich beschäfrtig sich mit der Sprache zeitgenössischer Bilderbücher und erkundet diese auf ihr ästhetisches Bildungspotenzial hin.

Weitere Information finden Sie auf der Homepage der „Grundschule der Künste“.

Enthalten in

Region: Berlin | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Schulische Bildung | Textsorte: Meldung |