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Projekt der Woche #140: #zkmBÄM

11.10.2016

Das BÄM ist eine offene Mit-Mach-Werkstatt inmitten der Ausstellungen des Zentrums für Kunst und Medien in Karlsruhe und wurde von der Abteilung Museumskommunikation Ende 2015 ins Leben gerufen.

BÄM: Be A Maker – Brain Action Media – Bildung Ändert Meinung – Be A Mediaartist

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution: Mit seinen Ausstellungsflächen, die ihren Schwerpunkt auf die digitalen Künste sowie Medienkunst legen, der Mediathek, seinen Forschungsinstituten – dem Institut für Bildmedien und dem Institut für Musik und Akustik – und dem Labor für antiquierte Videosysteme greift das ZKM die Verflechtung von Forschung und Produktion auf spannende Weise auf.    
Die Abteilung Museumskommunikation hat ihren Schwerpunkt in der innovativen Kunstvermittlung, beispielsweise mit Aktionsführungen und thematischen Workshops, sowie in der Realisierung medienpädagogischer sowie künstlerischer Projekte mit allen Altersklassen.

Warum ein Maker-Space im Museum?     

Aktuell erleben wir neue Herausforderungen an die Institution „Museum“. Diese ergeben sich durch den rasanten Wandel der Kommunikation innerhalb der letzten Jahre mit Web 2.0 und Social Media. In den ZKM-Ausstellungen zeichnet sich neben einer zunehmenden Verschmelzung von Kunst und Wissenschaft auch ein großer Einfluss künstlerischer Ideen aus der Maker-Kultur ab. Um diesen neuen Ansprüche seitens unserer BesucherInnen im Sinne des „Audience Development“ in die Angebote einzubinden, um zukunftsorientiert auch neue Zielgruppen für das ZKM begeistern zu können wurde das BÄM entwickelt. Das BÄM ist ein Schritt in Richtung des „Partitzipatorischen Museums“, um mehr Mitbestimmung und Mitgestaltung für die BesucherInnen zu ermöglichen und um ein zukunftsorientiertes Modell von Museum zu erproben.

Lernen über Medien und Lernen mit Medien

Die Nutzung neuer Medien ist für die meisten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen heute selbstverständlich. Mit dem BÄMlab wird daher bewusst praxisorientiert mit Medien und Elektrotechnik experimentiert, um ein kritisches Sensibilität für die aktuellen Entwicklungen in unserer heutigen Medien- und Gesellschaftskultur zu ermöglichen und zu fördern. Inhaltlich basiert BÄM somit als Co-kreatives Projekt auf einer Art Partnerschaft und auf einem Dialog mit den TeilnehmerInnen. Bei der Gestaltung der Werkstatt wurden folgende Zielsetzungen realisiert: der Raum lädt durch seine offenen Raumarchitektur dazu ein, spielerische Erfahrungen mit analogen und digitalen Techniken und Materialen zu machen sowie handwerkliche und künstlerische Arbeitsweisen zu verbinden. Die größtenteils kostenlosen Vermittlungsangebote & Formate sind offen für alle Interessierten aller Altersgruppen (intergenerationell) und prozess- und handlungsorientiert konzipiert.

Neben dem Lernen mit Medien wird im BÄM daher auch dem Lernen über Medien durch kreative Medienangebote Raum gegeben. Die Angebote bieten einen neuen Zugang zu Werken der zeitgenössischen Kunst, des Museums und der Technik die dahinter steckt. Durch die Verknüpfung von Kunstbetrachtung und eigener Produktion wird zu einem aktiven und reflektierten Umgang mit Medientechnik angeregt. Ziel der Angebote ist es, den TeilnehmerInnen einen aktiven Erwerb von Erkenntnissen und Erfahrungen mit den Medien zu ermöglichen, kreativ mit analogen Techniken zu experimentieren und im Austausch mit KünstlerInnen Erfahrungen zu sammeln. Dabei wird nicht nur die Medienkompetenz gestärkt sondern auch handwerkliches Know-how, was heutzutage kaum noch Platz in alltäglichen Lernprozessen findet.

Angebotsformate

Das BÄM-Programm bietet Angebote und Workshops zu festen Terminen, bei denen Teilnehmer und Teilnehmerinnen unterschiedlichen Alters ohne jedes Vorwissen z.B. mit Lötkolben und Lötzinn aus elektronischen Bauteilen und Platinen ein „Theremin-Synthesizer“ bauen. Es finden Workshops zu selbst entwickelten Instrumenten, Schrottrobotern oder interaktiven Objekten statt. Ebenso können beim buchbaren Geburtstagsworkshop mit Korken, Batterien, LEDs und weiteren Utensilien sogenannte Wichte gebaut werden. Im offenen BÄMlab kann jeden Freitag von 14-18 Uhr, wenn der Eintritt in das Museum frei ist, in ungezwungener Atmosphäre der rein rezipierende Museumsbesuch erweitert werden.

Weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie hier.

Um das Konzept des BÄM weiter zu verbreiten und zu vernetzen war die Abteilung Museumskommunikation des ZKM auf der diesjährigen „Maker Faire Berlin“ vertreten und wurde aufgrund der großen Publikumswirkung durch die Wissenschaftsmesse als „Maker of Merit" geehrt. 

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Zu den bisherigen Projekten der Woche gelangen Sie hier.

© ZKM | Karlsruhe, Foto: ZKM | Museumskommunikation
© ZKM | Karlsruhe, Foto: ZKM | Museumskommunikation
Enthalten in

Region: Baden-Württemberg | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Altersübergreifend | Textsorte: Projekt der Woche |