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Von Projekten und Strukturen: Artikel in der PuK zum Programm des Bundesbildungsministeriums

25.10.2013

In einem Artikel der Zeitung „Politik und Kultur“ äußern sich Olaf Zimmermann und Gabriele Schulz, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats und dessen Stellvertreterin, ausführlich zum Programm des BundesbildungsministeriumsKultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Sie räumen dabei mit gewissen Vorwürfen an das Ministerium auf. Das BMBF darf keine Schulprojekte fördern, weil das Ländersache ist, und es darf auch keine Maßnahmen vor Ort unterstützen. Deshalb hat man sich für die jetzt praktizierte Konstruktion entschieden. Vorwürfe des übertriebenen Verwaltungsaufwands, die den Verbänden, die als „Transmitter“ für die Fördergelder eingesetzt werden, gegenüber laut wurden, leiten die Autoren des Artikels unmittelbar an das Ministerium weiter. Die Vorgaben und bürokratischen Hürden, die letztlich die Antragsteller vor Ort treffen, kämen aus dem Ministerium, nicht von den Verbänden, so Zimmermann und Schulz.

Vor allem wird das „Bündnisse“-Programm in dem Artikel aber zum Anlass genommen, grundsätzlich über die Bundesförderung von kultureller Bildung nachzudenken. Kulturelle Bildung ist ein „Megathema“, so die Beobachtung, auf das viele Politiker und politische Institutionen gerne aufspringen. Dadurch kommt es zur Initiierung zahlreicher Projekte, in denen kürzer oder länger kulturelle Bildung realisiert werde. Allerdings seien in den letzten Jahren kaum Strukturen und langfristige Förderprogramme geschaffen worden. Das aber täte not.

„Wenn die neue Bundesregierung Mut hat, wird sie diesen Projektkreislauf durchbrechen. Sie wird Projekten den Status geben, den sie verdienen und für den sie gemacht wurden… Sie wird zugleich Instrumente entwickeln, um strukturell die kulturelle Bildungslandschaft zu stärken.“ So lautet der Appell von Zimmermann/Schulz. Dazu gehörten eine Gemeindefinanzreform, eine neue Form der Länderförderung und eine Föderalismusreform, außerdem die institutionelle Förderung von Dachverbänden, damit die Kreisläufe der Projektförderung durchbrochen würden. „Das würde allerdings verlangen, über den Schatten zu springen“, so lautet das Fazit der Autoren, „und jenseits von Ressortegoismen und Befindlichkeiten zwischen Bund und Ländern eine bildungspolitische Vision zu entwickeln“.

Der lesenswerte Artikel erscheint in der kommenden Ausgabe der „PuK“ (S. 3) und ist als PDF auf den Seiten des Deutschen Kulturrats auch im Internet abrufbar.

 

Enthalten in

Region: Bundesweit | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Altersübergreifend, Aus- und Weiterbildung, Außerschulische Kinder- und Jugendbildung, Frühkindliche Bildung | Textsorte: Meldung |