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Vorab-Interview mit Prof. Dr. Heike Molitor von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

11.06.2018

Prof. Dr. Heike Molitor ist Professorin für Umweltbildung/ Bildung für nachhaltige Entwicklung am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und wird am 13. Juni beim 12. Dialogforum zum Thema "Zukunftsfähig? Kulturelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ auf dem Podium mitdiskutieren. Wir haben sie im Vorfeld der Veranstaltung schriftlich befragt.

Frau Prof. Molitor, sie lehren an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Was ist an der HNEE anders als an anderen Hochschulen – sowohl inhaltlich als auch konzeptionell?
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), in der Nähe Berlins gelegen, hat 1992 am traditionellen Forst- und Holzforschungsstandort den Studienbetrieb aufgenommen. Derzeit unterrichten ca. 56 Hochschullehrer etwa 2000 Studierende in neunzehn Studiengängen. Bundesweit einmalig ist die Zusammenführung der auf den ländlichen Raum orientierten Fächer wie Forstwirtschaft, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Ökolandbau, Holztechnik, Regionalmanagement oder Tourismus. Die sehr gut nachgefragten, zum Teil einzigartigen Studiengänge ziehen Studierende aus ganz Deutschland und dem Ausland nach Eberswalde. Die bedarfsgerechte, zukunftsorientierte Ausbildung der einzelnen Studiengänge wird ergänzt durch spezielle Seminare und Coachings zur Förderung der wachsenden Gründerkultur. Neben den Erfolgen in Studium und Lehre, überzeugt die Hochschule durch ihre äußerst erfolgreiche Forschung. In Sachen Drittmittelforschung gehört die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde regelmäßig zu den besten Hochschulen in Deutschland. Des Weiteren ist sie profiliert als familienfreundliche Hochschule.

In welchen Berufsfeldern werden erfahrungsgemäß Ihre Studierenden später tätig?
Mein Wirkungsfeld ist hauptsächlich der Masterstudiengang Regionalentwicklung und Naturschutz, in dem man sich auf Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung spezialisieren kann. Die Absolvent*innen finden oft einen guten Weg, in den Beruf einzusteigen. Sie arbeiten als Bildungsreferent*innen bei Akademien oder Naturschutzverbänden oder verbinden die Regionalentwicklung mit lokalen Bildungsprozessen. Einige machen sich selbstständig oder arbeiten in benachbarten Disziplinen.

Welche Rolle spielt die Verbindung von Kultureller Bildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung bislang an der HNEE?
Mein Fokus ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Oft ist es sehr fruchtbar in benachbarten Disziplinen nach Gemeinsamkeiten oder Erweiterungen zu suchen. In der kulturellen Bildung wird man schnell fündig, denn die Methoden führen oft zu einem Perspektivwechsel, fordern zum Nachdenken auf oder irritieren erst einmal nur. Insofern ist die kulturelle Bildung ein Exkurs an der HNE, in Lehrveranstaltungen oder auch in Tagungen oder Veranstaltungen wie auf der letzten Eberswalder Nachhaltigkeitsgesellschaft, die genau dieses Thema als Fokus hatte.

Vielen Dank für Ihre Antworten - wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen am 13. Juni!

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Weitere Informationen

Prof. Dr. Heike Molitor http://www.hnee.de/molitor

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde www.hnee.de

Digitale Einladung für das 12. Dialogforum am 13. Juni: http://kultur-bildet.de/sites/default/files/einladung_12.dialogforum_kulturbildet_13.juni_2018.pdf

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Ihre Anmeldung per E-Mail an kultur-bildet@kulturrat.de bis zum 12. Juni 2018. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Kategorie: 
Dialogforum
Enthalten in

Region: Brandenburg | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Aus- und Weiterbildung | Textsorte: Interview |