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Vorhang auf, Film ab! Kino und Kindheit im 20. Jahrhundert

14.06.2013

Die Ausstellung „Vorhang auf, Film ab! Kino und Kindheit im 20. Jahrhundert“ wird vom 1. November 2013 bis 31. Januar 2014 im Foyer des Kinos Thalia in Potsdam gezeigt.

Kinovorführungen sorgten seit Beginn des 20. Jahrhunderts für Diskussionen. Zu eng, zu stickig die Säle, zu erotisch die Filminhalte für Kinder, die mit ihren Eltern auch zu den Nachtvorstellungen kamen. Die Diskussionen um den Jugendschutz wurden teils heftig geführt, erste Gesetze und die Filmzensur eingeführt, Jugendvorstellungen organisiert. Heute kennt jeder die freiwillige Selbstkontrolle (FSK). Befürworter nutzten die neuen Möglichkeiten des Kinofilms: Bildung, staatsbürgerliche Erziehung und Propaganda für eigene Ziele. In der DDR entstanden Jugendfilmclubs und Jugendfilmtheater. Bevor sich das Fernsehen etablierte, war das Kino zudem für viele ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung.
Die Ausstellung des Antimilitaristischen Fördervereins Potsdam in Zusammenarbeit mit der Ethnologin Jeanette Toussaint geht am Beispiel des Thalia und weiterer Kinos im Land Brandenburg diesen Entwicklungen nach.

Unterstützt wird das Vorhaben vom Kulturland Brandenburg e.V. im Rahmen des diesjährigen Themenjahres „Kindheit in Brandenburg“.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann ab 1. Februar 2014 beim Antimilitaristischen Förderverein ausgeliehen werden.
Kontakt unter www.antimilitaristischer-foerderverein.de.

Enthalten in

Region: Brandenburg | Sparte: Film | Thema: Außerschulische Kinder- und Jugendbildung | Textsorte: Veranstaltungshinweis |