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#24: Crossmediales Storytellingportal online: grenzgeschichten.net

16.06.2014
Workshop mit Reiner und Elisabeth Kunze / Foto: Stiftung Zuhören

Über zwei Jahre lang haben die Stiftung Zuhören und die Bayerische Sparkassenstiftung das Bildungsprojekt „Grenzgeschichten – crossing borders“ vorbereitet und dabei viel Neues gewagt. Jetzt ist das dazugehörige Storytelling-Portal online: grenzgeschichten.net 

Die Pilotphase von „Grenzgeschichten“ wurde in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk und der Bayerischen Landezentrale für neue Medien durchgeführt und mit dem Launch von grenzgeschichten.net am 21. Mai in Passau vorgestellt. Das Online-Portal präsentiert nun die crossmedial erzählten Geschichten der ersten Schülergruppen aus Bayern (Cham, Ingolstadt und Passau). Reportagen von der ehemaligen Abhörstation der NATO an der bayerisch-tschechischen Grenze sind dort zu finden, Audioslide-Stories zu den Lebensgeschichten Heimatvertriebener, die in Ingolstadt ein neues Zuhause fanden und eine umfassende Story-Sammlung, die sich mit dem Leben und Arbeiten des Schriftstellers Reiner Kunze in der DDR-Diktatur beschäftigt: Bildergalerien mit Dokumenten aus dem Archiv des Autors, Videointerviews mit dem Ehepaar Kunze und auch Comics, die die Jugendlichen mit Hilfe von Apps zu Kurzgeschichten Reiner Kunzes geschaffen haben.

Soweit die Pilotphase, nun geht’s erst richtig los: Projektgruppen an Universitäten und Schulen in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Tschechien werden an Geschichten arbeiten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen und diese im Portal veröffentlichen.

Hier können Sie sich das Making of von „Grenzgeschichten - crossing borders“ ansehen.

Ein Storytelling-Experiment, auch im Social Web

Was „Grenzgeschichten – crossing borders“ über die Themen- und Medienvielfalt hinaus zu einem Experimentierfeld macht, ist die hinter grenzgeschichten.net stehende Technologie und Erzählstruktur.

Das Portal ist im responsive Design entwickelt und kann so auf allen Endgeräten genutzt werden: zu Hause am Computer oder unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet. Jenseits der von Mediencoaches betreuten Projektgruppen kann sich jeder mit E-Mail-Adresse und Passwort registrieren und selbst im Portal Geschichten erzählen. Die Inhalte werden nach einer redaktioneller Prüfung frei geschaltet.

grenzgeschichten.net ist außerdem eng an das Social Web rückgebunden: Die Geschichten können kommentiert und per Social Sharing Funktion direkt geteilt werden. Bereits Monate bevor das Portal online ging, wurde auf facebook, Twitter und im crossing borders blog eine Grenzgeschichten-Community aufgebaut, die die Entwicklungs- und Pilotphase aktiv mitverfolgte. Die Mediencoaches berichteten aus den Schülerworkshops und haben dadurch die Jugendlichen in diese Gruppen miteinbezogen.

Aktuell arbeiten Studenten der Macromedia Universität am Campus Stuttgart im Rahmen eines Lehrprojekts an Geschichten, die die Grenzen zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit und Freiheit, nach staatlichem Einblick und Privatsphäre ausleuchten. Gefolgt werden sie von Studenten des Historischen Seminars der TU Braunschweig, die sich das Leben auf der Westseite der ehemaligen innerdeutschen Grenze zum Thema gemacht haben. Daher: Reinschauen bei www.grenzgeschichten.net, neue Geschichten mitverfolgen oder selbst zum Erzähler werden!

Bei Rückfragen oder Interesse:
Gundula Iblher, Projektleiterin
E-Mail: iblher@stiftung-zuhoeren.de
Tel: +49 89 590041260

Hier erfahren Sie mehr über das Projekt der Woche.

Zu den bisherigen Projekten der Woche gelangen Sie hier.

Logo grenzgeschichten.net / Stiftung Zuhören
Enthalten in

Region: Bayern | Sparte: Interdisziplinär, Literatur/ Lesen, Medien | Thema: Altersübergreifend, Außerschulische Kinder- und Jugendbildung, Schulische Bildung | Textsorte: Projekt der Woche |